Prototyp der American Sunroof Corporation



IAA Frankfurt 1981:

Opel erregt mit einem schneeweißen  Ascona Cabrio großes Aufsehen. Fensterheber und Verdeck haben elektrische Antriebe. Die Innenausstattung ist nach amerikanischem Geschmack aufgewertet.

Die Einzelanfertigung basiert auf einer Styling-Studie von Gordon Brown, damals Opel-Design-Chef.

Für die Realisierung der Idee zeichnet Heinz-Christian Prechter verantwortlich, der in den sechziger Jahren aus Franken nach Amerika ausgewandert war und 1967 die American Sunroof Corporation (ASC) in Detroit gegründet hatte. Mitte der Siebziger zählte die ASC bereits 1200 Mitarbeiter. 1979 musste der Personalbestand auf 750 reduziert werden, da sich die Auftragslage verschlechtert hatte.



Bildname

Als Prechter wenige Wochen vor der IAA das Opel Design Center in Rüsselsheim besuchte, brachte Brown seine Pläne für ein Ascona Cabrio ins Gespräch und bot Prechter die technische Ausführung an. Die Zeit drängte, denn zur IAA sollte es präsentiert werden.

So wurde schon bald eine Limousine nach Amerika ausgeflogen. ASC baute sie in der Rekordzeit von nur fünf Wochen zum Cabrio um. Von Vorteil war, dass sich die Macher schon vor Monaten überlegt hatten, wie man die amerikanischen Pendants des Ascona, die so genannten "J-Cars", zum Cabrio umbauen könnte.
Das Ausstellungscabrio mit 1,6 S - Motor wurde nach der IAA bei der Leser-Umfrage "Die besten Autos der Welt" von der Zeitschrift "auto, motor und sport" verlost. Es kam später in den Besitz eines Lebensmittel-Unternehmers aus Hannover.