Gescheiterte Varianten, Prototypen 

Bevor es bei Karosseriebau Voll in Würzburg-Heidingsfeld gebaut und unter der Bezeichnung Hammond & Thiede vertrieben wurde, versuchten auch andere, ein Ascona C Cabrio zu realisieren. Eine treibende Kraft war der Opelhändler Häusler in München, der bei der
Firma Tropic Automobildesign GmbH (D-7180 Crailsheim) zunächst mehrere Tausend Ascona Cabrios in Auftrag gab. Doch Ende 1982 musste Tropic Konkurs anmelden. 

Tropic-Gründer Jürgen G. Weber hatte im Frühjahr 1980 in Amerika den Geschäftszweig kennen gelernt, aus Serienautos Cabrios zu machen. Zunächst baute er unter japanischer Lizenz Toyota Celica in drei Varianten um: Als Cabrio mit oder ohne Überrollbügel sowie als Targa (Sunchaser und TX 22 genannt). Dann öffnete er den Honda Prelude (knapp 26.000 DM). Darauf folgte der Opel Ascona (fast 27.000 DM) und die BMW-Sechser-Reihe (ab 83.100 DM). Unterstützung erhielt Tropic von H. P. Schwan, der später den kantigeren Celica-Nachfolger zum Cabrio umbaute.

Soweit uns bekannt ist, entstanden für Tropic bis 1982 über die italienische Firma Michelotti und einen Subunternehmer nur zwei Prototypen des Ascona-Cabrios. Das hing mit dem Modellwechsel beim Toyota Celica und Verzögerungen bei der Realisierung des Ascona Cabrios zusammen. Ein Michelotti-Protoyp wurde schließlich bei IAD in England zur Serienreife entwickelt. Details wie Verstärkungen entwickelte Porsche Weissach mit. 

Als es für Tropic bereits finanziell eng geworden war, kam Herr Thiede aus Dover dazu, der als BMW-Fan zunächst das BMW-Projekt forcierte, bis BMW einen Riegel vorschob. Schließlich einigte man sich auf eine neue Firma unter der Bezeichnung Hammond & Thiede, deren Gesellschafter die Herren Weber, Hammond und Thiede waren. Über die Firma Porsche, wo die Ascona-Cabrios getestet wurden, kam parallel die Würzburger Karosseriebaufirma Voll ins Spiel, bei der später die Hammond & Thiede-Umbauten tatsächlich in größerer Stückzahl erfolgten. Weber verließ schließlich das gemeinsame Unternehmen gegen eine Abfindung.

 

 

 

Der Tropic-Prototyp. Keine Dreiecksfenster an den Türen und ein 
anderer Verdeckansatz als bei Hammond & Thiede.


Nachdem Weber Hammond & Thiede verlassen hatte, nahm er Kontakt mit Karl-Heinz Prechter von der American Sunroof Corporation (ASC) in Detroit auf. Ab November 1983 wollte Weber unter der Bezeichnung Ascona Playa mit seiner neuen Firma Hy-Tech (kein Tippfehler) für 29.995 DM in Deutschland einen Umbau anbieten. Dafür sollte ASC ein Umbaukit der nur in Amerika verkauften GM-Cabrios Chevrolet Cavalier und Pontiac J 2000 liefern. Dazu gehörte auch ein elektrischer Verdeckantrieb. Beteiligt an der Entwicklung waren auch die Karosserie Werke Weinsberg. Ein Prototyp wurde gebaut und später von Weber an die Firma Keinath verkauft.

Hy-Tech-Prototyp Ascona Playa: Schwellerverstärkungen außen und die 
die obere Blende am Frontscheibenrahmen ähneln dem Keinath-Umbau.